Staatsarchiv des Kantons Bern Und die neuen Regelungen rechtskräftig seit 1.Januar 2004


Zuerst die schlechten, dann die guten Nachrichten:

Die schlechten Nachrichten:
In Folge der kürzlich beschlossenen Ausgabenkürzung im Kanton Bern, verfügte der Regierungsrat, dass das Staatsarchiv des Kantons Bern. Dienstleistungen für die Familienforscher einstellen muss. Obwohl die Budgetkürzung des Staatsarchivs im Vergleich zum kantonalen Budget eher gering ist, hat sie doch einschneidende Wirkung für die Familienforscher: Die Forscher dürfen nur noch Freitags in das Archiv, insgesamt nur drei mal im Jahr und nur um in der eigenen Familie zu forschen. Zusätzlich wird der Gebrauch der Mikrofilmlesegeräte und anderen Hilfsmittel noch mehr eingeschränkt als bisher. Das Staatsarchiv des Kantons Bern verfügt nur über die "alten" Kirchenbücher, d.h. Kirchenbücher, die vor dem 1.Januar 1876 datiert sind. Die neuen Regelungen betreffen nur das Staatsarchiv. Die Familienforschung in den Zivilstandsämter hingegen, die über die Daten nach dem 1. Januar 1876 verfügen, sind von den neuen Vorschriften nicht betroffen. Diese unterstehen dem schweizerischen Privatrecht und sind für US-Bürger unterschiedlich zugänglich. Da jedoch die meisten schweizerischen Vorfahren von US -Bürgern vor 1876 in die USA ausgewandert sind, sind die Beschränkungen für die Familienforschung in den Zivilstandsämtern nicht von allzu grosser Bedeutung.

Die guten Nachrichten:
In Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv des Kantons Bern hat Lewis Rohrbach ein Genealogisches Zentrum in Worb aufgebaut; Die SwissGenealogy.com soll helfen die Nachteile, die durch die neuen Regelungen für die Familienforschung entstanden sind, wettzumachen. Der erste und wichtigste Schritt war die Digitalisierung aller bernerischen Kirchenbücher, im Umfang von etwa 2700 Mikrofilmen. Diese Arbeit wurde kürzlich beendet. Die digitalisierten Kirchenbücher der 400 bernerischen Gemeinden werden nun in CD-Form herausgebracht. Die Daten der kleineren Gemeinden benötigen nur eine CD, die gr
q Mehr Informationen: jede CD enthält Informationen über die Gemeinde: eine Liste der Familiengeschlechter, eine Landkarte der Gemeinde mit den Namen der angrenzenden Gemeinden und die Namen einiger Dörfer innerhalb der Gemeinde. Auch enthält die CD meistens eine Wiedergabe des Eintrags der Gemeinde im Geographischen Lexikon der Schweiz.

• Schnelleres Suchen: In wenigen Sekunden kann man beispielsweise von der Seite 3 des ersten Kirchenbuches zur Seite 300 des achten Kirchenbuches einer Gemeinde wechseln. Das Forschen auf CD ist effizient und man erreicht in einer Stunde mehr als früher in einem Tag.

• Keine Einschränkung durch Öffnungszeiten: Die Forschung kann jederzeit betrieben werden, wann immer man Zeit zur Verfügung hat. Es gibt keine Einschränkungen mehr durch die Öffnungszeit des Staatsarchivs.

• Zeit -und Reisekosten sparen: man muss nicht mehr nach Bern reisen, d.h. man spart Reise-und Verpflegungskosten und natürlich Zeit.

• Keine alten, unhandlichen und unzuverlässigen Mikrofilmlesegeräte mehr: Es stellen sich nicht mehr die Probleme mit Lesegeräten, die schlecht oder gar nicht mehr funktionieren oder schon von anderen besetzt sind.

• Besitz: Man besitzt die CD, kann sie also jederzeit und überall benützten, sofern man einen Computer zur Verfügung hat.

• Das Kopieren der CD ist nicht erlaubt. In Übereinkunft mit dem Staatsarchiv des Kantons Bern, dürfen die Daten nicht im Web veröffentlicht werden, d.h.

die Daten der CD können nicht auf dem Web veröffentlicht und auch nicht gedruckt werden.